Kernobsttag mit Erntefest 13.09.2025

Kernobstfest in Müncheberg

Bei strahlendem Sonnenschein besuchten mehr als 360 Gäste am 13. September 2025 das diesjährige Kernobstfest an der Obstbau-Versuchsstation Müncheberg. Die Besucherinnen und Besucher erlebten ein buntes Programm rund um die Vielfalt des Obstbaus. Grußworte zur Eröffnung gab es von Dr. Cornelia Müller vom Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg (MLEUV), Christoph Tröster und Dr. Klaus Henschel vom Gartenbauverband Berlin-Brandenburg und Daniel Kaiser, stellvertretender Geschäftsführer der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik.

Vielfältiges Angebot für Jung und Alt

Das Fest bot eine Sortenausstellung mit Verkostung unterschiedlichster Apfelsorten, Marktstände mit regionalen Produkten sowie geführte Rundgänge durch den Landessortengarten, die hauseigene Baumschule, das Kernobstversuchsquartier und durch den Lehr- und Sichtungsgarten für Alleebäume der Zukunft. Für Familien standen eine Kinder-Spielecke sowie eine Geschichtenerzählerin im Märchenzelt bereit.

Auf dem Gelände präsentierten sich neben der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau und Arboristik als Trägerin der Obstbau-Versuchsstation auch zahlreiche Partner aus Forschung und Praxis: darunter das Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung (ILU), das Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie (ATB), das Institut für Mikroelektronik- und Mechatronik-Systeme (IMMS), der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg, der Imkerverein Müncheberg, der Pomologenverein Brandenburg sowie die Barnimer Baumschulen Biesenthal und die Friedersdorfer Baumschulen.

Fachlicher Höhepunkt: Züchtungstalk

Besonders großes Interesse weckte der Züchtungstalk mit den Apfelzüchtern Dr. Andreas Peil und Dr. Janne Lempe vom Julius Kühn-Institut in Dresden-Pillnitz. Dr. Peil berichtete aus mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Apfelzüchtung und verdeutlichte, welche Kriterien neue Sorten heute erfüllen müssen. Dr. Lempe rückte die Auswirkungen des Klimawandels in den Fokus. So stehen eine hohe Resistenz gegen Krankheiten wie Schorf und Mehltau, Vitalität und ein gesundes Erscheinungsbild im Mittelpunkt der Züchtungsarbeit.

Werden diese Anforderungen nicht erfüllt, reicht auch die beste Fruchtqualität allein nicht aus, um eine neue Sorte einzuführen. Eine Sorte, die alle Kriterien vereint, hat kürzlich Sortenschutz erhalten: Pia 41. Sie soll in den kommenden Jahren auf Wochenmärkten und in Hofläden erhältlich sein.

Musik und Genuss

Zwischen den Programmpunkten sorgten die Bands Stereopark und Red Chucks für stimmungsvolle musikalische Unterhaltung. Für das leibliche Wohl der Gäste war mit einem abwechslungsreichen kulinarischen Angebot bestens gesorgt.